Es gibt im Shopify Kosmos eine kleine Handvoll Werkzeuge, über die man als Operator nicht mehr diskutiert. Man baut sie ein, weil alles andere Geld liegen lässt. Klaviyo ist eines davon. Wer 2026 einen ernsthaften Direct to Consumer Shop betreibt und seine wiederkehrenden Umsätze, seine Newsletter, seine Warenkorbabbrecher und seinen Kundenservice nicht über Klaviyo orchestriert, verschenkt jeden Monat einen zweistelligen Prozentsatz seines Deckungsbeitrags.
Das ist keine Geschmacksfrage. Es ist eine Datenfrage. Und genau deshalb empfiehlt ONE COMMERCE Klaviyo nicht als nettes Add on, sondern als das, was es geworden ist. Das operative Nervensystem für die Kundenbeziehung eines modernen Shops.
Dieser Artikel ist der Versuch, alles zusammenzutragen, was man 2026 über Klaviyo wissen muss. Was es ist, was es kann, warum es für Shopify das beste CRM und E Mail Tool am Markt ist, wie eng Klaviyo und Shopify wirklich verflochten sind, inklusive der Beteiligung von Shopify am Unternehmen, und wohin sich Klaviyo gerade strategisch bewegt, mitten hinein in den agentischen Commerce.
1. Klaviyo in einem Satz
Klaviyo ist eine Software, die alle Daten und alle Kommunikation zwischen einer Marke und ihren Kunden an einem Ort bündelt und daraus automatisch Umsatz erzeugt.
Früher hätte man gesagt, Klaviyo ist ein E Mail Tool. Das stimmt heute ungefähr so gut wie die Aussage, ein iPhone sei ein Telefon. Klaviyo verschickt E Mails, ja. Aber es verschickt sie auf Basis einer vollständigen Kundenakte, über sechs Kanäle hinweg, ausgesteuert von Künstlicher Intelligenz, mit angeschlossenem Kundenservice und einer Analytics Schicht, die jeden Euro auf seine Quelle zurückrechnet.
Das Unternehmen selbst nennt sich seit 2025 nicht mehr Marketing Plattform, sondern das autonome B2C CRM. Dieser Begriffswechsel ist kein Marketing. Er beschreibt exakt, was passiert ist.
2. Was ist Klaviyo? Von der E Mail App zum autonomen B2C CRM
Klaviyo wurde 2012 in Boston von Andrew Bialecki und Ed Hallen gegründet. Beide kamen von Applied Predictive Technologies, einem Analytics Unternehmen, und brachten von dort eine Überzeugung mit, die bis heute der Kern der Marke ist. Marketing ist ein Datenproblem. Wer die Daten beherrscht, gewinnt.
In den ersten Jahren war Klaviyo das, als das es die meisten kennengelernt haben. Ein E Mail und Automatisierungs Tool, das sich tiefer als jeder Wettbewerber mit Shopify verband und deshalb in der D2C Szene durch die Decke ging. Während Mailchimp die Welt als Listen verstand, verstand Klaviyo sie von Anfang an als Menschen mit einer Kaufhistorie.
Dann ging es Schlag auf Schlag.
Die Entwicklung von der E Mail App zur Plattform. Quellen: Klaviyo, SEC Filings, Klaviyo Newsroom.
Im August 2022 stieg Shopify mit einer strategischen Investition von 100 Millionen Dollar ein und machte Klaviyo zum empfohlenen E Mail Partner für Shopify Plus. Im November 2022 kaufte Klaviyo die Entwicklerfirma Napkin.io. Im September 2023 ging Klaviyo an die New Yorker Börse, unter dem Kürzel KVYO, sammelte 576 Millionen Dollar ein und wurde mit 9,2 Milliarden Dollar bewertet. 2023 kamen Klaviyo Reviews und eine eigene Customer Data Platform dazu.
Ab 2023 begann der eigentliche Umbau. Klaviyo führte die ersten KI Funktionen ein und entwickelte sie konsequent zu autonomen Agenten weiter. Aus dem Marketing Tool wurde ein CRM, das Daten, Automatisierung und Kanäle über den gesamten Lebenszyklus eines Kunden vereint. 2024 und 2025 wurde die Plattform in zahlreiche Sprachen lokalisiert, darunter Deutsch. Im August 2025 übernahm Klaviyo das Engagement Unternehmen Gatsby und erweiterte die Plattform damit um Social Media Marketing.
Heute, 2026, ist Klaviyo ein börsennotiertes Milliardenunternehmen mit über 196.000 Marken in mehr als 100 Ländern und einem Jahresumsatz von über 1,2 Milliarden Dollar. Geführt wird es weiterhin von Mitgründer Andrew Bialecki als CEO.
3. Was kann Klaviyo? Die Plattform in sechs Schichten
Der häufigste Denkfehler bei Klaviyo ist, es als Newsletter Werkzeug zu betrachten. Tatsächlich besteht die Plattform 2026 aus sechs ineinandergreifenden Schichten, die zusammen ein vollständiges B2C CRM ergeben.
| Schicht | Was sie tut |
|---|---|
| Daten | Die Klaviyo Data Platform vereint Verhaltens, Transaktions und Engagement Daten jedes Kunden in Echtzeit. Profile, Segmente, Events, APIs. |
| Kanäle | E Mail, SMS, RCS, WhatsApp, Mobile Push und seit der Gatsby Übernahme Social. Ein Kunde, eine Story, über alle Kanäle hinweg. |
| Automatisierung | Flows. Vom Welcome über Warenkorbabbruch und Browse Abandonment bis Winback und Replenishment. Ausgelöst durch echtes Verhalten, nicht durch Kalender. |
| Intelligenz | Klaviyo AI, intern K:AI. Über 40 KI Werkzeuge plus die autonomen Agenten für Marketing und Service. |
| Service | Customer Agent, Customer Hub und Helpdesk. Kundenservice, der auf derselben Datenbasis läuft wie das Marketing und deshalb nicht nur löst, sondern verkauft. |
| Analytics | Marketing Analytics und Benchmarks. Attribution, Kohorten, Customer Lifetime Value und ein Vergleich gegen die eigene Branche. |
Das Entscheidende ist nicht die Länge dieser Liste. Es ist, dass alle sechs Schichten auf demselben Datenmodell sitzen. Eine Information, die der Kundenservice am Telefon aufnimmt, steht eine Sekunde später dem Flow zur Verfügung, der die nächste Kampagne aussteuert. Genau das können angestückelte Tool Landschaften aus Newsletter Tool, Helpdesk und Analytics Suite strukturell nicht leisten.
Im Detail gehören zu den meistgenutzten Bausteinen:
- Flows. Die automatisierten Strecken sind das Umsatzherz von Klaviyo. In gut gepflegten D2C Konten erwirtschaften ein bis zwei Dutzend Flows regelmäßig zwischen 30 und 45 Prozent des gesamten E Mail und SMS Umsatzes, ohne dass jemand auf einen Sendeknopf drückt.
- Segmentierung. Klaviyo segmentiert nicht nach Listen, sondern nach Verhalten in Echtzeit. Wer in den letzten 90 Tagen zweimal gekauft, aber seit 30 Tagen keine E Mail mehr geöffnet hat, ist ein eigenes Segment, das sich von selbst aktualisiert.
- Sign Up Formulare. Pop Ups, Flyouts und eingebettete Formulare zur Lead Erfassung, mit A/B Tests und Teaser Logik, direkt an die Profile angebunden.
- Reviews. Seit 2023 ein nativer Bestandteil. Produktbewertungen werden über dieselbe Plattform eingesammelt, angezeigt und in Flows weiterverwendet, ohne ein zweites Tool wie Okendo oder Yotpo.
- Benchmarks. Klaviyo zeigt, wie die eigenen Öffnungs, Klick und Umsatzraten gegen vergleichbare Marken derselben Branche und Größe abschneiden. Diese Vergleichsdaten hat kein reines Newsletter Tool.
4. K:AI. Die autonomen Agenten, die die Arbeit machen
Der größte Sprung der letzten zwei Jahre ist die Künstliche Intelligenz. Klaviyo bündelt sie unter der Marke K:AI und unterscheidet dabei zwischen über 40 einzelnen KI Werkzeugen für Personalisierung und zwei vollwertigen autonomen Agenten.
Der Marketing Agent. Man gibt ihm die eigene Website URL, sonst nichts. Innerhalb von Minuten lernt der Agent aus der Seite, baut markenkonforme Kampagnen, die wichtigsten Flows und das erste Sign Up Formular. Danach hört er nicht auf. Er lernt aus jeder Kampagne weiter, schlägt neue Ideen vor und verbessert die Aussteuerung, ohne dass man ihn promptet. Für kleine Teams ist das der Unterschied zwischen einem leeren Konto und einem laufenden Lifecycle Programm in einer Stunde.
Der Customer Agent. Er ist der zweite Agent und übernimmt den Kundenservice. Er ist in Minuten startklar, beantwortet Fragen, löst Probleme und empfiehlt aktiv Produkte. Klaviyo gibt an, dass der Customer Agent rund 65 Prozent der Anfragen vollständig autonom löst. Weil er auf der vollständigen Kundenakte sitzt, beantwortet er nicht nur die Frage nach dem Paketstatus, sondern erkennt auch, dass dieser Kunde seit acht Wochen kein Nachfüllprodukt mehr bestellt hat, und macht daraus ein Verkaufsgespräch. Wenn es nötig wird, übergibt er an einen menschlichen Agenten, inklusive des vollständigen Kontexts.
Der Punkt, den man als Operator verstehen muss, ist die Richtung. Klaviyo verkauft 2026 nicht mehr Software, die ein Mensch bedient. Es verkauft Agenten, die die Arbeit selbst erledigen, und der Mensch gibt die Richtung vor. Genau diese Verschiebung ist der Grund, warum ONE COMMERCE seine eigenen Agent Stacks direkt an Klaviyo andockt.
5. Die Klaviyo Data Platform. Warum Daten der eigentliche Burggraben sind
Unter allem liegt die Klaviyo Data Platform, kurz KDP. Sie ist der Grund, warum Klaviyo so schwer zu ersetzen ist. Ein Newsletter Tool kann man an einem Wochenende wechseln. Eine über Jahre gewachsene Kundendatenbank mit jeder Bestellung, jedem Klick, jedem zurückgesendeten Artikel und jedem Servicekontakt kann man das nicht.
Die Dimensionen, in denen die KDP arbeitet, sind das eigentliche Argument.
Acht Milliarden Kundenprofile. 1,6 Milliarden API Aufrufe pro Tag. 3,7 Milliarden verarbeitete Events pro Tag.
Klaviyo beschreibt die Plattform als System of Record und System of Action zugleich. Sie ist also nicht nur der Ort, an dem die Wahrheit über den Kunden gespeichert wird, sondern auch der Ort, von dem aus sofort gehandelt wird. Diese Kombination ist selten. Klassische Customer Data Platforms speichern und exportieren, handeln aber nicht. Klassische Marketing Tools handeln, aber speichern nur oberflächlich. Klaviyo macht beides in Echtzeit und mit einem Klick zur Ausführung.
Für einen Shopify Shop heißt das konkret. Jede Bestellung, jeder Produktaufruf, jeder Checkout Abbruch, jede Retoure, jede E Mail Interaktion fließt in ein einziges Profil. Aus diesem Profil baut Klaviyo Segmente, berechnet den Customer Lifetime Value, prognostiziert das nächste Kaufdatum und steuert daraus jede Kommunikation. Über 350 vorgefertigte Integrationen sorgen dafür, dass auch Daten aus dem Helpdesk, dem Treueprogramm, dem Versanddienstleister oder den Werbekonten ins selbe Profil laufen.
6. Warum Klaviyo das beste CRM und E Mail Tool für Shopify ist
Die Frage, die jeder Shopbetreiber irgendwann stellt, lautet. Brauche ich wirklich Klaviyo, oder tut es ein günstigeres Tool. Die ehrliche Antwort von ONE COMMERCE ist. Für einen kleinen Hobbyshop reicht oft auch etwas anderes. Für jeden Shop, der ernsthaft skalieren will, gibt es 2026 auf Shopify keine bessere Wahl. Hier sind die Gründe.
Erstens, die Tiefe der Shopify Integration. Kein anderes Lifecycle Tool ist so tief mit Shopify verzahnt. Die Anbindung ist nativ, Echtzeit und bidirektional. Bestellstatus, Produktkatalog, Rabattcodes, Checkout Events, alles steht ohne Bastelei zur Verfügung. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer formalen Partnerschaft, dazu gleich mehr.
Zweitens, die Daten. Klaviyo sammelt mehr und sauberere First Party Daten als jeder Wettbewerber, weil es von Tag eins als datengetriebenes CRM gedacht war und nicht als E Mail Versender mit angeflanschter Statistik. In einer Welt nach dem Ende der Third Party Cookies ist die eigene Datenbasis der wichtigste Vermögenswert eines Shops, und Klaviyo ist der Tresor dafür.
Drittens, die Wertschöpfung pro Kontakt. Gut geführte Klaviyo Konten erzielen einen erheblichen Anteil ihres Gesamtumsatzes über E Mail und SMS, oft im Bereich von einem Viertel bis zu einem Drittel. Dieser Umsatz ist nahezu margenfrei verglichen mit bezahlter Werbung. Während die Kosten für Meta und Google Ads steigen, ist der eigene Verteiler der einzige Kanal, der mit jedem Neukunden wertvoller wird.
Viertens, alles auf einer Plattform. Wer Newsletter, SMS, WhatsApp, Reviews, Service und Analytics auf vier verschiedenen Tools betreibt, zahlt vier Abos, pflegt vier Integrationen und hat seine Daten in vier Silos. Klaviyo konsolidiert das. Mehrere Marken berichten, dass sie durch den Wechsel auf das Klaviyo B2C CRM ihre Gesamtkosten der Toolchain deutlich gesenkt haben, in dokumentierten Fällen um bis zu 30 Prozent.
Fünftens, die Künstliche Intelligenz. Mit den autonomen Agenten verschiebt Klaviyo den Aufwand. Was früher ein dreiköpfiges CRM Team gemacht hat, übernimmt zunehmend der Marketing Agent, während das Team die Strategie steuert. Das ist genau der Hebel, mit dem kleine Marken plötzlich gegen große mithalten.
7. Die Shopify Beziehung. Und die elf Prozent
Hier wird es interessant, und hier liegt ein Argument, das viele Shopbetreiber gar nicht auf dem Schirm haben. Klaviyo und Shopify sind nicht einfach zwei Firmen, die gut zusammenarbeiten. Shopify ist am Erfolg von Klaviyo direkt finanziell beteiligt.
Im August 2022 investierte Shopify 100 Millionen Dollar strategisch in Klaviyo und machte das Unternehmen im selben Zug zum offiziell empfohlenen E Mail Partner für Shopify Plus. Diese Investition stammte aus der Zeit vor dem Börsengang. Nach dem IPO im September 2023 wurde sichtbar, wie groß der Anteil tatsächlich ist.
Eigentümerstruktur 2025. Shopify gehört mit elf Prozent zu den größten Anteilseignern. Quelle: Klaviyo Geschäftsbericht, Wikipedia.
Die Eigentümerstruktur sieht 2025 so aus. Mitgründer und CEO Andrew Bialecki hält rund 38 Prozent, der Investor Summit Partners rund 23 Prozent, Mitgründer Ed Hallen rund 14 Prozent. Shopify hält rund elf Prozent an Klaviyo. Der Rest verteilt sich auf Streubesitz und weitere Investoren.
Warum ist das für einen Shopbetreiber relevant. Weil es die strategische Ausrichtung erklärt. Shopify hat ein hartes wirtschaftliches Interesse daran, dass Klaviyo das beste Lifecycle Tool seines Ökosystems bleibt. Beide Unternehmen investieren deshalb dauerhaft in die Tiefe der Integration, statt in Abgrenzung. Das ist der Grund, warum die Klaviyo Shopify Verbindung Jahr für Jahr enger wird und nicht lockerer.
Genau das bestätigte sich im März 2026, als Klaviyo und Shopify offiziell eine vertiefte Integration zur Beschleunigung des globalen Commerce Wachstums ankündigten. Die Botschaft dahinter ist eindeutig. Die beiden Plattformen wachsen nicht auseinander, sie wachsen zusammen.
8. Agentic Commerce. Sidekick, Google, Claude und die neue Marktstrategie
Wer verstehen will, wohin Klaviyo sich bewegt, muss die Bewegungen des Jahres 2026 zusammen lesen. Sie ergeben ein klares Bild. Klaviyo positioniert sich als die Daten und Aktionsschicht für den agentischen Commerce, also für eine Welt, in der nicht mehr nur Menschen, sondern auch KI Agenten einkaufen, beraten und kommunizieren.
Drei Schritte zeigen die Strategie.
Februar 2026, die Google Partnerschaft. Klaviyo und Google kündigten eine strategische Partnerschaft an, um autonome Kundenerlebnisse zu ermöglichen. Daten und Agenten von Klaviyo treffen auf die KI und Reichweite von Google.
März 2026, die vertiefte Shopify Integration. Im selben Quartal vertieften Klaviyo und Shopify ihre Integration. Für Shopify Merchants bedeutet das, dass die Grenze zwischen dem Shop System und der Kundenkommunikation weiter verschwimmt. Shopifys eigener KI Assistent, Sidekick, und die agentischen Fähigkeiten von Klaviyo bewegen sich aufeinander zu. Das Ziel ist eine Welt, in der ein Merchant eine Anweisung gibt und Shop, Daten und Kampagne sich gemeinsam darum kümmern.
Mai 2026, die Anthropic Integration. Klaviyo erweiterte seine Integration mit Anthropic, um agentische Marketing Workflows direkt in Claude zu bringen. Damit lässt sich Marketing aus dem Claude Kontext heraus orchestrieren. Für ONE COMMERCE ist das besonders spannend, weil unser eigener Agent Stack auf Claude als primärem Modell aufsetzt.
Die Linie ist unübersehbar. Klaviyo will nicht das letzte gute E Mail Tool sein. Es will die Plattform sein, auf der die Kundenbeziehung im Zeitalter autonomer Agenten verwaltet wird. Wer heute auf Klaviyo setzt, setzt nicht auf den Stand von gestern, sondern auf die Schiene, auf der sich der gesamte Markt gerade bewegt.
9. Klaviyo in Zahlen
Ein paar Kennzahlen ordnen ein, mit wem man es zu tun hat.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Gegründet | 2012 in Boston, von Andrew Bialecki und Ed Hallen |
| Börse | NYSE, Kürzel KVYO, seit September 2023 |
| IPO | 576 Millionen Dollar eingesammelt, 9,2 Milliarden Dollar Bewertung |
| Jahresumsatz | über 1,234 Milliarden Dollar (2025) |
| Marken auf der Plattform | über 196.000 in mehr als 100 Ländern |
| Mitarbeitende | rund 2.368 (2025) |
| Shopify Beteiligung | rund 11 Prozent |
| Kundenprofile in der KDP | rund 8 Milliarden |
| Events pro Tag | rund 3,7 Milliarden |
| Vorgefertigte Integrationen | über 350 |
Dazu einige dokumentierte Ergebnisse von Marken, die auf das Klaviyo B2C CRM gewechselt sind. Daily Harvest spricht von 18 Prozent geringeren Technologiekosten. Dollar Shave Club nennt 30 Prozent niedrigere Gesamtkosten. Tatcha berichtet von 20 Prozent Umsatzwachstum im E Commerce im Jahresvergleich. Princess Polly nennt eine Verdreifachung des globalen Umsatzes durch die Konsolidierung auf Klaviyo. Marc Fisher Footwear braucht 20 Prozent weniger Zeit für die Ausführung. Das sind keine Werte aus einem Pitch Deck, sondern aus öffentlichen Fallstudien.
Bemerkenswert ist, dass Klaviyo trotz dieser Größe weiter aggressiv in Wachstum und Produkt investiert und 2025 operativ noch keinen Gewinn ausweist. Für ein Tool, das man als Fundament eines Shops einsetzt, ist diese Wachstumsorientierung eher beruhigend. Es wird laufend besser, nicht verwaltet.
10. Klaviyo gegen den Rest. Mailchimp, Omnisend, Attentive, HubSpot
Klaviyo ist nicht ohne Wettbewerb, aber der Wettbewerb adressiert meist nur einen Ausschnitt.
| Tool | Stärke | Warum es für ernsthaftes Shopify D2C nicht reicht |
|---|---|---|
| Mailchimp | Einfacher Einstieg, bekannt | Listen statt Profile, schwache Shopify Tiefe, kaum echtes E Commerce Datenmodell |
| Omnisend | Günstig, solide für kleine Shops | Weniger Datentiefe, keine CDP Schicht, keine vergleichbaren KI Agenten |
| Attentive | Sehr stark im SMS Bereich, vor allem USA | Spezialist für einen Kanal, kein vollständiges B2C CRM, schwächer in der EU |
| HubSpot | Mächtiges CRM, stark im B2B | Auf B2B Sales Pipelines optimiert, zu schwer und teuer für D2C Lifecycle, weniger E Commerce nativ |
| Klaviyo | Daten, alle Kanäle, KI Agenten, Service, Shopify Tiefe | Das ist der Punkt |
Der entscheidende Unterschied liegt im Datenmodell. Mailchimp denkt in Listen, HubSpot in Deals, Attentive in SMS Nachrichten. Klaviyo denkt in Menschen mit einer vollständigen E Commerce Historie. Für einen Shop, dessen Geschäft auf Wiederkäufen, Abos und Lebenszyklus beruht, ist genau dieses Modell das richtige.
11. Was Klaviyo nicht ist. Eine ehrliche Einordnung
ONE COMMERCE empfiehlt Werkzeuge nicht blind. Drei Dinge sollte man wissen, bevor man Klaviyo einführt.
Klaviyo ist nicht das billigste Tool. Es gibt einen kostenlosen Einstiegstarif, und die Preise skalieren mit der Zahl der Kontakte und dem Versandvolumen. Für sehr große Listen kann das spürbar werden. Die richtige Antwort darauf ist Listenhygiene, also das konsequente Entfernen inaktiver Profile, statt für tote Adressen zu zahlen. Wer den Umsatz pro Kontakt im Blick behält, für den rechnet sich Klaviyo praktisch immer.
Klaviyo ist kein klassisches B2B Sales CRM. Wer Angebote, Pipelines und Außendienst verwalten will, ist mit HubSpot oder Salesforce besser bedient. Klaviyo ist für den Verkauf an Endkunden gebaut, nicht für lange B2B Verkaufszyklen.
Klaviyo ersetzt keine Attribution. Es weiß sehr genau, was über seine eigenen Kanäle passiert, aber für die kanalübergreifende Wahrheit über Meta, Google und Co braucht es ein dediziertes Attribution Tool. Genau deshalb empfiehlt ONE COMMERCE Klaviyo und ein Werkzeug wie Klar Attribution gemeinsam. Das eine erzeugt und besitzt die Kundenbeziehung, das andere sagt, welcher Kanal sie ausgelöst hat.
12. Wie ONE COMMERCE Klaviyo einsetzt
Klaviyo ist bei uns kein Werkzeug, das man irgendwo anklemmt. Es ist eine zentrale Schicht im ONE Build, und wir betreiben es agentisch.
In jedem Shopify Build, der auf wiederkehrende Umsätze zielt, setzen wir zuerst die Datenbasis auf. Sauberes Tracking, korrekte Events, die richtigen Properties auf jedem Profil. Erst danach kommen die Kanäle. Auf dieser Basis bauen wir die Kern Flows, die in fast jedem Shop Geld verdienen. Welcome Strecke, Warenkorbabbruch, Browse Abandonment, Post Purchase, Winback und je nach Sortiment eine Replenishment Strecke für Nachfüllprodukte.
Den laufenden Betrieb übernehmen zunehmend Agenten. Unser eigener Agent Stack, der auf Claude als Modell und auf unserem Klaviyo MCP als Schnittstelle aufsetzt, plant Kampagnen, baut Segmente, schreibt Entwürfe und liefert Reportings. Jeder Lauf ist auditierbar und hat eine Run ID. Der Mensch entscheidet, der Agent führt aus. Dass Klaviyo selbst denselben Weg geht und 2026 immer mehr über offene Schnittstellen und Agenten steuerbar wird, ist für uns kein Zufall, sondern Bestätigung der Richtung.
Wer mit ONE COMMERCE arbeitet, bekommt Klaviyo also nicht als installiertes Tool, sondern als betriebenes System. Mit Datenmodell, Flows, Segmenten, Reporting und einer Agent Schicht darüber, die dafür sorgt, dass das Programm jeden Monat besser wird.
13. Fazit
Klaviyo hat sich vom besten E Mail Tool für Shopify zum autonomen B2C CRM entwickelt, das Daten, alle relevanten Kanäle, Kundenservice, Analytics und Künstliche Intelligenz auf einer Plattform vereint. Es ist tief mit Shopify verzahnt, Shopify ist mit rund elf Prozent sogar direkt am Unternehmen beteiligt, und beide vertiefen ihre Integration 2026 weiter, mitten hinein in den agentischen Commerce mit Partnern wie Google und Anthropic.
Für jeden ernsthaften D2C Shop auf Shopify ist die Frage 2026 nicht mehr, ob man Klaviyo einsetzt, sondern wie gut man es betreibt. Genau da setzt ONE COMMERCE an. Wir bauen, betreiben und automatisieren Klaviyo so, dass die Kundenbeziehung zum verlässlichsten Umsatzkanal wird, den ein Shop besitzt.
Klaviyo ist einfach so ein gutes Werkzeug, dass man es nicht ignorieren kann. Und genau deshalb steht es bei uns im Zentrum jedes Builds.